Budget

Barausgaben erfassen: Was die Bank nicht sieht

Barausgaben erfassen: Was die Bank nicht sieht

Barausgaben solltet ihr direkt nach dem Kauf notieren, denn die Bank sieht nur die Abhebung, nicht wofür das Geld ausgegeben wurde. Die wichtigste Regel: Erfasst entweder jeden einzelnen Kauf oder die gesamte Abhebung, aber nicht beides gleichzeitig, sonst wird derselbe Betrag doppelt gezählt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bank sieht die Abhebung, nicht die Käufe.

  • Jeder Betrag wird nur einmal erfasst.

  • Notiert Ausgaben sofort, solange ihr euch erinnert.

  • Eine vergessene Ausgabe ist besser als eine Lücke in der Übersicht.

Warum Bargeld in der Übersicht fehlt

Die Banking-App zeigt nur „Abhebung 200$“ an, mehr nicht. Wohin das Geld floss, zum Markt, ins Taxi oder für ein Geschenk, weiß sie nicht. Nach einem Monat steht im Kontoauszug nur eine große, unklare Zeile.

Der zweite Grund liegt im Bargeld selbst: Es hinterlässt weder Benachrichtigung noch Kontoauszug. Kauft ihr einen Kaffee für 4$ bar, wisst ihr eine Stunde später schon nicht mehr, dass ihr überhaupt bezahlt habt.

Wer was sieht: Karte, Bargeld, Überweisungen

Zahlungsart

Sieht die Bank

Sieht Budget

Karte dieser Bank

Ja

Wenn erfasst

Karte einer anderen Bank

Nein

Wenn erfasst

Bargeld

Nur die Abhebung

Wenn erfasst

Überweisung an einen Freund fürs Abendessen

Als Überweisung

Wenn erfasst

Budget verbindet sich nicht mit eurer Bank, daher ist es egal, wie ihr bezahlt habt. Das ist Vorteil und Verpflichtung zugleich: Erfasst wird alles, was ihr eingegeben habt, aber auch nur das.

Zahlt ihr sowohl mit Karte als auch bar, zeigt der Kontoauszug nur einen Teil des Monats. Daher die häufige Überraschung: Laut Bank ist alles in Ordnung, aber irgendwie ist weniger Geld übrig als erwartet. Die Differenz steckt fast immer im Bargeld, und sichtbar wird sie nur, wenn diese Ausgaben erfasst wurden.

Abhebung oder einzelner Kauf: Was solltet ihr erfassen?

Schritt 1: Wählt eine Methode. Zahlt ihr selten und für klar erkennbare Dinge bar, erfasst jeden Kauf einzeln: „Markt 18$“, „Taxi 12$“. Verliert ihr bei vielen kleinen Barausgaben den Überblick, erfasst die gesamte Abhebung als eine Ausgabe, zum Beispiel „Bargeld 200$“.

Schritt 2: Nicht vermischen. Habt ihr die Abhebung erfasst, notiert danach keine Käufe aus diesem Geld mehr, und umgekehrt. Sonst werden aus 200$ plötzlich 400$, und das Budget zeigt eine Überschreitung, die es gar nicht gab.

Schritt 3: Bleibt mindestens einen Monat bei einer Methode. So lassen sich die Monate miteinander vergleichen.

So erfasst ihr Bargeld in Budget

Schickt direkt nach dem Kauf eine Nachricht bei Telegram oder WhatsApp: „Markt 18$“. Sind die Hände mit Tüten voll, schickt eine Sprachnachricht. Habt ihr einen Beleg bekommen, fotografiert ihn einfach. Budget wählt selbst die passende Kategorie aus und zeigt, wie viel vom Budget noch übrig ist.

Ist das Bargeld im Laufe des Tages aufgebraucht, könnt ihr abends alles in einer Nachricht schicken: „Markt 18$, Taxi 12$, Kaffee 4$“. Stimmt die Kategorie nicht, antwortet auf die Nachricht des Bots mit der richtigen, zum Beispiel „Lebensmittel“.

Häufige Fragen

Was tun mit Bargeld, das am Monatsende noch im Portemonnaie ist?

Erfasst ihr jeden Kauf einzeln, nichts: Der Rest wandert einfach in den nächsten Monat und wird erfasst, sobald ihr ihn ausgebt. Habt ihr die gesamte Abhebung erfasst, ist der Rest bereits als Ausgabe verbucht. Das ist nicht schlimm, bedenkt nur, dass dieses Geld im nächsten Monat ohne neue Eintragung ausgegeben wird.

Wie erfasst man Bargeld auf Auslandsreisen?

Notiert den Betrag in der Währung, in der ihr bezahlt: „Taxi 15€“ oder „Abendessen 30€“. Budget rechnet den Betrag zum Tageskurs in eure Budgetwährung um und zeigt beide Summen an. So müsst ihr nicht im Kopf rechnen, und im Bericht stehen alle Reiseausgaben in einer Währung. Mehr dazu im Tipp über Ausgaben auf Reisen.

Müsst ihr Kleingeld und Trinkgeld erfassen?

Wenn es regelmäßige Ausgaben sind, ja: Trinkgeld für den Kellner jede Woche oder Kleingeld fürs Parken summieren sich im Monat zu einem spürbaren Betrag. Eine einmalige Münze könnt ihr auslassen. Centgenau muss es nicht sein, der Budgetsaldo soll nur der Realität nahekommen. Mehr dazu im Tipp über kleine Ausgaben.

Was tun, wenn ihr vergessen habt, wofür ihr Bargeld ausgegeben habt?

Notiert den Betrag zumindest ungefähr, zum Beispiel „Bargeld, weiß nicht mehr 25$“. Diese Ausgabe landet dann unter „Sonstiges“, aber der Budgetsaldo bleibt ehrlich. Eine Lücke in der Übersicht ist schlimmer als eine ungenaue Kategorie: Dadurch zeigt das Budget mehr Geld an, als tatsächlich vorhanden ist. Fällt es euch später wieder ein, antwortet auf die Nachricht des Bots mit der richtigen Kategorie.

Kann man ganz auf Karte umsteigen, um Bargeld zu vermeiden?

Klar, wenn es euch so lieber ist, aber automatisch wird die Übersicht dadurch nicht: Die Bank zeigt nur Ausgaben auf ihrer eigenen Karte, Überweisungen und Käufe mit anderen Karten bleiben außen vor. Praktischer ist deshalb eine einheitliche Erfassungsmethode für alle Ausgaben, egal womit ihr bezahlt habt.

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